Löwenzahn, geniessbares Unkraut

englischer Name
Dandelion
Lateinischer Name
Taraxacum sect. Ruderalia

botanische Familie

Löwenzahn

Der gemeine Löwenzahn: er wächst überall dort wo er nicht soll. Auf Wiesen und Spielplatzen, in Mauerritze und im frisch gelegten Pflaster. So manche wollte ihn schon aus seinem immergrünen Rasen verscheuchen und ist doch kläglich gescheitert. Also hilft im Grund nur eins, die eigene Meinung über den Löwenzahn ändern und mit ihm leben. Was ist schließlich schon ein englischer gepflegter Rasen, wenn man ihn nicht essen kann. Brauchen wir einen Rasen wie ein Golf-Green.

Löwenzahn

Zunächst einmal: es handelt sich hier um den gemeinen Löwenzahn. Also der der uns immer fortwährend begegnet. Er darf nicht mit Milchkraut verwechselt werden. Bei unserem gemeinen Löwenzahn handelt es sich um eine widerstandsfähige Pflanze. Diese wird bis zu 40 cm groß. Sie wächst schnell und ist in der Lage ihre Nachbarschaft zu verdrängen. Charakteristisch ist der weiße Milchsaft, der bei Verletzungen der Pflanze austritt. Dieser ist schwach giftig und schmeckt bitter. Kommt er auf die Kleidung hinterlässt er braune Flecken. Diese lassen sich in der Wäsche nur schwer wieder entfernen.

Ursprung

Dieser widerstandfähige Geselle stammt aus den zentralasiatischen Gebirgen. Durch seine Anpassungsfähigkeit finden wir ihn heute auf der gesamten nördlichen Halbkugel. Hier bevorzugt er nährstoffreiche Wiesen. Seine Blütezeit liegt bevorzugt im April / Juni, was ihn aber nicht abhält zu fast jeder einigermaßen warmen Jahreszeit Blüten auszubilden und seine Samen fliegen zu lassen.

Nutzen

Doch warum dann mit dem Löwenzahn beschäftigen:
Nun zu einem haben seine Blüten und die Samen ihre eigene Ästhetik und
viele schätzen seine Heilwirkung
- ein Tee aus den Wurzeln, geerntet im Frühjahr wirkt harntreibend und soll die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben,
- die Stängel und Blätter der jungen Pflanzen können in den Salat gegeben werden,
- die Stängel lassen sich frittieren oder in der Pfanne andünsten,
- ein Wein aus Löwenzahnblüten und
- Kaffeeersatz aus den gerösteten Wurzeln!!

Das alles haben wir noch nicht ausprobiert.
Dazu kommt noch, dass Löwenzahl als eine der Quellen von Vitamin K ist. Gleiches trifft übrigens auch auf Brennnessel und frischem Sauerampfer zu. Ein Stück Bienenstich (Hefeteig) oder eine Frikadelle mit Brötchen und Tomatenketchup kann da als Vitamin K Quelle nicht mithalten. Aber manchmal muss man eben Verzicht üben.